Vorsicht Netto – Payone Abzocke!

Wer mal bei Netto einkaufen war, wird sicherlich die Geschwindigkeit deren Zahlungssysteme bemerkt haben. Als Prozessor muss wohl ein Atari aus 1986 herhalten. Die Verkäufer können einem manchmal leid tun. Aber warum ist Netto das einzige Unternehmen, das statt einfache Zahlung mit der EC-Karte das Lastschriftverfahren wählt und ich unterschreiben muss? Der Kunde wird nicht bemerken, dass er klammheimlich auf ein völlig anderes Zahlungsverfahren umgestiegen ist, mit ganz anderer Rechtsgrundlage. Mit Pin Code und EC-Karte hätte ich sofort bezahlt. Fertig.

Auch seltsam, Netto lässt dich drei/vier mal unterschreiben, dann ist es plötzlich auch mit PIN Code möglich. Möglicherweise merkt sich Netto bzw. Payone, deren Abrechnungsunternehmen, meine Karte. Die Verflechtungen der Unternehmen wurden nicht nach recherchiert.
Es erfolgt ein Einkauf im Mai 21 bei Netto von 4,86 Euro. Ganz sicher ist dieser Betrag auf dem Konto vorhanden. Dafür wählt Netto diesmal das Lastschriftverfahren. Die Zahlung solch kleiner Beträge erfolgt nur zur Kontaktvermeidung. Ich hätte es auch eiskalt in bar hingelegt. Vier Euro und sechsundachtzig Cent.

Drei Monate später. Die Firma Payone (sie hat durch meine Unterschrift meine Bankdaten) bucht mit einer Selbstherrlichkeit 39,83 Euro per Lastschrift von meinem Konto. Begründung? – Keine. Die Buchung wird selbstverständlich widerrufen.

Am 13. September 2021 schickt mir die Firma CCS Inkasso eine Mahnung zur Zahlung von 74,92 Euro wegen Netto, wegen einer nicht eingelösten Lastschrift bei Netto über 4,86 Euro. Steckt dahinter vielleicht ein System? Wird sich Oma das Verwirrspiel mit Lastschrift und Pin Code noch merken können? Oder hatte ich dann nicht doch in bar bezahlt? Was wissen wir noch über 4,86 Euro vor vier Monaten? Ich hätte auch Dosenpfand einwerfen können.

Und noch etwas seltsames geschah zuvor. Payone überwies zuvor den Betrag von 1 Cent auf mein Konto. Die Verbraucherzentrale und die Polizei haben zu diesem Vorgang eine eigene Meinung und warnen vor organisierten Betrügern. Leben wir in Zeiten, wo wir nicht einmal mehr in einen bekannten Discounter gehen können, ohne Gefahr zu laufen von professionellen Banden betrogen zu werden?

Update:
Payone legt nun einen Beleg vor, den ich unterschrieben haben soll. Ich habe keinen Beleg unterschrieben. Den „Vertragsabschluss Lastschrift“ kann Payone umfangreich mit Pixelklötzern belegen. Das ist deren Original:

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